Saisonrückblick
Martina Zander • 19. Juli 2026

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Der Juni war auch noch ein sehr anstrengender Monat: so anstrengend, dass wir es nicht geschafft haben, einen Blog zu schreiben. Sorry dafür! 16 Einsatztage in der Früh (mit vielen parallelen Einsatzteams) und auch noch 6 Abendeinsatztage standen im Juni auf dem Programm. 459 Felder / 937 Hektar haben wir abgeflogen und konnten in dieser Zeitz noch 44 Kitze sichern . Das hat natürlich den Grund, dass im Juni wirklich schon viele Kitze groß sind und man oft gar keine mehr einboxen kann - aber dennoch ist unsere Arbeit immens wichtig, da wir die Kitze aus der Wiese verscheuchen, dem Landwirt sagen können, wo sich die Kitze aufhalten und wo besondere Vorsicht geboten ist. Leider wurden manche Kitze trotzdem Opfer des Mähwerks - die hohen Temperaturen sorgten dafür, dass sie in den Tierschlaf fielen und unachtsam geworden sind. Drum ist die zeitnahe Mahd auch an den Juni Tagen so enorm wichtig. Das hat uns sehr traurig gemacht - aber wir suchen natürlich nach Lösungen, auch dxiese Probleme zu lösen: Wir haben für 800€ 6 Vergrämer angeschafft , die schreckliche Geräusche im Wechsel von sich geben, die wir am Fweldrannt positioniert haben, so dass die Kitze außerhalb des gefährlichen Bereichs blieben. Diesee Test hat sich sehr gut bewährt - aber diese Investition muss künftig von den Landwirten ausgehen - wir können nicht für ein paar hundert Felder die Geräte anschaffen (und anschließend auch wieder die Logistik drum herum organisieren). Trotzdem sind wir mit diesem Erfolg sehr zufrieden. Und auch für die anderen Tiere, die wir retten konnten, war der Juni extrem wichtig: Igel, Bachstelzenküken, Fasanenküken, Feldlärchenküken, Hasenbabys. Natürlich sind wir auch für diese Tiere da - darum gibt es für uns KEIN SAISONENDE - wir sind da, solange wir gerufen werden! Selbst die deutsche Tierschutzbeauftragte Silvia Breher und der deutsche Tierschutzbund haben uns unterstützt, dass in Deutschland bekannt wird, dass es noch kein Saisonende gibt!

4. - 12.05.26 135 Felder und 340 Hektar In vielen Einsatzteams wurde es in der zweiten Einsatzwoche schon deutlich anstrengender - viele Wärmepunkte mussten angelaufen werden, da an manchen Stellen das Gras schon recht hoch war. Oft entpuppten sich die Übeltäter als erwachsene Häschen, die aber erst aufsprangen, als wir uns ihnen näherten. So großartig die Drohne auch ist: durch Gras kann sie nicht schauen und wenn sich die Tiere nicht verscheuchen lassen, muss man leider hin, um zu schauen, was sich verbogen hält. Wir hatten einige Gelege von Ente und Fasan, die wir absteckten (in einem Fall wurden die Eier aber auch zu einem Geflügelhalter gebracht, die die Fasan-Eier durch eine Bruthenne ausbrüten lässt). Und auch die Anzahl der Kitze konnte sich bereits sehen lassen - sogar 2 Flitzer waren schon dabei. Toni bekommt eine Ehrennadel als "Gebährende-Geißen-Retter" - nach dem Einsatz am 2.5. hatte er wieder 2 tragende Geißen im Feld und wir flogen das Feld daher am Abend nochmal ab. Eine Geiß ließ sich mit der Drohne verscheuchen, die andere war so träge, dass wir bis auf 3 m. an sie heran kamen, erst dann sprang sie auf. Ihre Babys wird sie nun auf einem anderen Feld bekommen müssen, Toni hatte gleich im Anschluss gemäht.








